Author: Werner Tannhof

Kriege der Zukunft – Zukunft der Kriege?

Aus der Verlagsanzeige: „Nach dem 11. September 2001 hat sich die Weltpolitik viel zu lange auf den Islamismus als Hauptgefahrenquelle konzentriert. Nun verhindert die Finanzkrise langfristiges Denken und Handeln. Dabei bauen sich längst neue, noch gefährlichere Risiken auf, denen rechtzeitig begegnet werden müsste, soll es nicht zu Konflikten und Katastrophen kommen, die unsere Zivilisation überfordern könnten.
In elf Szenarien erzählen Schwägerl und Rinke, was den sich zuspitzenden globalen Wettstreit um Technologien, Rohstoffe und Nahrung so gefährlich macht und warum demographische Veränderungen so bedeutsam sind. Ihre Berichte aus der Zukunft führen zu Schauplätzen wie etwa zu den Fischgründen der Weltmeere, den Datenzentren der IT-Konzerne, den Weizenfeldern Afrikas, zu begehrten Bergwerken, umstrittenen Grenzen und in den Weltraum. Eine besondere Rolle spielen Spannungen zwischen der alten Supermacht Amerika und der neuen Supermacht China.

Quelle: C. Bertelsmann Verlag

Jedes Szenario ist unterlegt mit einer Fülle von Daten und Fakten, die zeigen, dass die »11 drohenden Kriege« alles andere als Science Fiction sind, sondern reale Gefahren darstellen. Schwägerl und Rinke geht es mit ihrem Buch nicht um sensationsheischende Untergangslüsternheit. Die Autoren plädieren für eine »robuste Zivilisation«, die sich frühzeitig auf die kommenden Risiken vorbereitet und so drohende Konflikte abwendet.“

Die von den beiden Journalisten dargestellten 11 Szenarien lassen sich letztlich in drei Megathemen zusammenfassen: Demographie, Umgang mit der Natur und ihrer Ressourcen, Umgang mit Technologie. Den Autoren gelingt es, Aufklärung nicht mit Angstmacherei zu verwechseln. Dennoch sind einige Szenarien nicht sonderlich originell, weil längstens bekannt. Anderes hingegen ist für eine breitere Öffentlichkeit relativ neu: zum Beispiel die Erkundung der Tiefsee und deren Risiken für die Umwelt (Stichwort: „Seltene Erden“).

Durch die besondere Betonung des Konflikts zwischen China und dem Rest der Welt bzw. den USA auf der einen Seite und zwischen Reich und Arm andererseits, gerät die Argumentationslinie von Rinke und Schwägerl doch arg in die Nähe der berühmten These von HuntingtonsKampf der Kulturen“. Hoffen wir auf die vorgeschlagenen Auswege, die dem Leser im Schlusskapitel dieser beeindruckenden Darstellung vorgestellt werden: mithilfe eines institutionellen und gesellschaftlich getragenen Multilateralismus. Die Publikation finden Sie hier.

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