Auch bei einer Google Scholar-Suche sind die erzielten Trefferzahlen häufig immer noch so hoch, da hätte man die Linknachweise des gesuchten wissenschaftlichen Fachgebietes oder des betreffenden Themas doch gern schön übersichtlich zusammen angezeigt. Mit dem Aufkommen des Web 2.0 ist es mit den sogenannten Social Bookmarkingdiensten wie Delicious oder Mr. Wong bereits seit Jahren möglich, Linksammlungen für private Zwecke oder wissenschaftliches Arbeiten anzulegen und gemeinsam zu nutzen.
Mittlerweile hat d i e zentrale Instanz des deutschen Bildungswesens, der Deutsche Bildungsserver, diese Entwicklung aufgenommen und mit Edutags in Kooperation mit dem Duisburg Learning Lab der Universität Duisburg-Essen ein Tool geschaffen, das dem neuesten Stand sozialer Bookmarkingdienste entspricht (was Funktionalität und Benutzeroberfläche anbelangt) und konnte Social Bookmarking auf das Erfassen pädagogischer Inhalte übertragen. Für die Recherche in der Ressourcensammlung ist keine spezielle Anmeldung erforderlich, das Einstellen neuer Internetquellen und die Nutzung sozialer Komponenten hingegen ist nur bei Eingabe eines Nutzernamens und der Mailadresse möglich. Systemeigene Schlagworte werden bei der inhaltlichen Beschreibung zwar vorgeschlagen, es können aber eigene Tags durchaus verwendet werden.
Die Macher von Edutags bieten darüber hinaus eine Reihe von Features, die einen Einstieg für den Pädagogikstudenten oder gar den Wissenschaftler attraktiv erscheinen lassen:
-         Screencasts für die Nutzung
-         Tag clouds für die Darstellung der Suchergebnisse und deren Einbindung in andere Websites
-Â Â Â Â Â Â Â Â Â Im- und Exportfunktionen
Das Potential von Edutags für das Sammeln, Erschließen und Tauschen pädagogischer Ressourcen im Netz kann als hoch angesehen werden, nur waren in der Vergangenheit derartige Aktivitäten auch in anderen Fachgebieten, insbesondere mit dem Aufbau der virtuellen Fachbibliotheken in der Bundesrepublik Deutschland, nicht von durchschlagendem Erfolg gekrönt.







